heißt bei uns, Dinge zu sehen, die einem das Herz aufgehen lassen - weil sie so schön und so einmalig sind. Das Leben und die Natur in der Elbtalaue sind so vielgestaltig wie wohl kaum irgendwo anders in Europa.
Geprägt ist das Bild im Sommer von sattem Grün, von Seerosen, der üppigen Blütenpracht der Wiesen und uralten Eichen. Hintergrundmusik ist das Zirpen unzähliger Grillen, das dunkle Lied der Unke und der Gesang der Lerche.
Hier leben Biber und Adler; Kraniche und Störche ziehen ihre Jungen auf. Wildpferde und Auerochsen gibt es wieder zu bestaunen, in den Sudewiesen bei Preten. Und im Wasser der Elbe tummeln sich mehr Fischarten als in jedem anderen Strom des Kontinents, vom kleinen Stichling bis zum meterlangen Wels.
Im ehemaligen kaiserlichen Jagdgebiet der Göhrde leben wilde Mufflons. Dazu Rehe, Schwarzwild und Damhirsche. Der unumstrittene König des Waldes aber ist der Rothirsch. Die Brunft dieses majestätischen Tieres in klaren Septembernächten ist ein unvergleichliches und unvergessliches Hörspiel.
Den Winter verleben in der Elbtalaue zigtausende von Saat- und Blässgänsen, die den Sommer in arktischen Regionen verbringen und zwischen Robben und Polarfüchsen brüten. Wer einmal erlebt hat, wie die Gänse in unzähligen Trupps von Dutzenden bis Tausenden ihre Schlafplätze anfliegen, der gewinnt der kalten Jahreszeit ganz neue Seiten ab.
Und wer meint,Wanderdünen gäbe es nur in der Wüste zu bestaunen,
der sollte sich einmal im Amt Neuhaus umschauen – er wird sich wundern.



