Scharnebeck
Domäne
Idyllisch auf dem Gelände des ehemaligen Zisterzienserklosters gelegen ist die Domäne mit ihrer fast 500-jährigen Geschichte das älteste Gebäude in Scharnebeck. Heute zählt der im Obergeschoss gelegene Fachwerksaal –die Bühne- mit seiner stabilen Eichenkonstruktion zu den schönsten historischen Räumen im Landkreis Lüneburg. Die Domäne Scharnebeck blickt auf eine lange Geschichte zurück und ist das letzte noch erhaltene Gebäude des Zisterzienserklosters, das im Jahre 1531 aufgelöst wurde. Die Überreste der alten Klosterkirche aus dem 14. Jahrhundert sind heute nur noch im Chorbereich zu erkennen. 1510 gebaut, diente die Domäne ursprünglich als Wirtschafts- und Speichergebäude und behielt auch nach der Auflösung des Klosters diese Funktion. Das Erdgeschoss wurde zuletzt als Wohngebäude genutzt. Noch um 1990 lebte die letzte Bewohnerin in dem Haus. Nachdem die Samtgemeinde Scharnebeck das Gebäude 1990 gekauft hatte, wurde es unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes gründlich restauriert und umgebaut. 1994 konnte die Fertigstellung gefeiert werden. Die Domäne wird für Trauungen, als Seminarräume für die Kreisvolkshochschule und vor allem für die kulturellen Veranstaltungen, die in der Samtgemeinde jeden Monat stattfinden, genutzt. Von Konzerten, über Lesungen bis hinzu Veranstaltungen, es ist für jeden etwas dabei. Lassen Sie sich von dem abwechselungsreichen Angebot überraschen. Begleitet werden die Abende immer mit einer Kunstausstellung. Für die Organisation der kulturellen Veranstaltungen ist die ehrenamtl. Kulturbeauftragte Frau Röckseisen, Tel: 04136-910077 zuständig.
Wassermühle Scharnebeck
Das Geländeverhältnis zwischen Geestrücken der Lüneburger Heide nutzten die Zisterziensermönche für die Anlage einer Wassermühle, als sie 1253 bei Scharnebeck ihr Kloster gründeten. Nach Scharnebeck hatte sie eine Landschenkung ihres Herzogs gebracht, den kleinen Sauerbach konnte sie jedoch erst nach Anlage dreier Stau- und Fischteiche dauerhaft für den Mühlenantrieb nutzen. Die Stauteiche sind immer noch da, und auch die Gebäude des Kloster- und späteren Domänenhofes stehen noch in der Nachbarschaft. Die Wasserknappheit des Sauerbaches machte jedoch schon um 1900 den Einbau einer Dampfmaschine nötig, die 1942 ein Elektromotor ersetzte. 1946 schüttete der Müller dann den Wasserkanal zu. Die Mühle jedoch ist bis heute in Betrieb und der Mühlenhof ist nicht nur durch seine Lage zwischen Domänenhof und Mühlenteich einen Besuch wert. Auch das Mühlengebäude selbst und das Wohnhaus, beide aus dem Jahr 1907, beeindrucken durch die besonders schöne Ausführung ihrer massiven Außenmauern.

